Georges Braque – Erfinder des Kubismus | Inventor of Cubism

1906–1914. Susanne Gaensheimer, Susanne Meyer-Büser (Hrsg.). Ausst'publikation. K20 Kunstsammlung, Düsseldorf. Prestel 2021. Beiträge von Peter Kropmanns, Brigitte Léal et al. Englisch, Deutsch. 256 Seiten, 140 Abb. (davon 140 farbig). 24 x 28,8 cm. 1,6 kg. Halbleinen. 9783791379159. art-49120
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Neubewertung Georges Braques in der Geschichte des Kubismus!

Vor dem Ersten Weltkrieg prägt der junge Georges Braque (1882–1963) mit seinem Freund Pablo Picasso acht Jahre lang die vielleicht revolutionärste Etappe in der Geschichte der modernen Malerei: den Kubismus. Landschaften und Stillleben sind seine Spezialmotive. Das Buch zeigt, wie Braque in rasanter Abfolge und auf höchstem Niveau die stilistischen Mittel weiterentwickelt oder neu erfindet: Fauvismus, Vorkubismus, Analytischer Kubismus, Papier Collés und Synthetischer Kubismus folgen in einzigartiger Verdichtung aufeinander. Tempo und Intensität der Stilwechsel verblüffen bis heute.

Die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg bringen in Westeuropa bahnbrechende Erfindungen, neue Denkweisen und Philosophien und die faszinierende Beschleunigung des Alltags hervor. Dort liegt der Ursprung unseres modernen, medialen Zeitalters, mit dem sich auch die räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsweisen völlig verändern. So eröffnen Automobile, Flugzeuge und Röntgenbilder neue Blickwinkel und dynamische Perspektiven auf die Welt. Das immer populärer werdende Kino mit seinen überraschenden bildtechnischen Möglichkeiten erweitert den Wahrnehmungshorizont und wird zur Inspiration der malenden Avantgarde. In der Werkgeschichte des jungen Braque, der ein begeisterter Kinogänger ist und sich von den neuen Techniken des Films anregen lässt, erscheinen die Ereignisse der Zeit wie in einem Brennglas fokussiert. Das Buch folgt dieser Faszination und verortet Braques künstlerische Phasen in den historischen Kontext.

Würdigung Georges Braques als bahnbrechendem Künstler der französischen Avantgarde und Erfinder des Kubismus. Das Werk Braques zeigt beispielhaft den Weg der modernen Kunst von der gegenständlichen zur abstrahierten Wirklichkeitswiedergabe. Präsentiert werden rund 60 Meisterwerke aus internationalen Museen, Privatsammlungen und dem Museumsbestand