Holländische Gemälde im Städel Museum

1550–1800 Band 3. Mirjam Neumeister. Ausst'publikation. Städel Museum, Frankfurt. Michael Imhof Verlag 2010. Deutsch. 616 Seiten, 650 Abb. (davon 255 farbig). 21,5 x 30 cm. 3,3 kg. Fester Einband. 9783865685414. art-46101
statt 99,00€ 19,95
Der dritte und abschließende Band des Bestandskataloges zur holländischen Malerei von 1550– 1800 im Städel Museum umfasst Werke von Künstlern, die nach 1630 geboren sind. Zu diesen zählen so berühmte Meister wie der letzte Rembrandt-Schüler Aert de Gelder, der Leidener Feinmaler Frans van Mieris d. Ä. und der rätselhafte Johannes Vermeer van Delft.

Darüber hinaus sind auch Maler vertreten, die im 18. und im frühen 19. Jahrhundert tätig waren. Somit weitet der vorliegende Band seinen Fokus über das „Goldene Zeitalter“ hinaus aus und berücksichtigt auch solche Künstlerpersönlichkeiten, die in den Überblickswerken zur holländischen Malerei häufig nicht aufgenommen sind.

Zugleich repräsentiert der Band den ältesten Sammlungsbestand holländischer Malerei. Einige Werke gelangten direkt von der Staffelei in die Sammlungen der Frankfurter Bürger und von dort in das 1816 gegründete Museum, dessen Ausgangspunkt die Stiftung Johann Friedrich Städels war. In seinem Besitz befanden sich zahlreiche Gemälde, die im späten 18. Jahrhundert entstanden waren und damals als „zeitgenössisch“ galten.
Gezielt ergänzt wurde der Bestand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um Werke von Malern, die auch heute als wichtige Vertreter des „Goldenen Zeitalters“ gelten. So gelangten das „Selbstbildnis als Zeuxis, der eine hässliche alte Frau porträtiert“ von Aert de Gelder 1865 und der „Geograph“ von Vermeer 1885 in die Sammlung. Somit bietet der Bestandskatalog zur holländischen Malerei im Städel Museum einen chronologischen Überblick über die gesamte Epoche.

Für den Katalog wurden umfangreiche gemäldetechnologische Untersuchungen vorgenommen, die wichtige Erkenntnisse zum Stil und zur Datierung der Meisterwerke ergaben. Sie verdeutlichen die individuelle Handschrift der Künstler und deren äußerst einfallsreichen Arbeitsmethoden. Zahlreiche Mikroskopaufnahmen dokumentieren die verschiedenen Malweisen und veranschaulichen das breite künstlerische Spektrum wie auch die außergewöhnliche Qualität der holländischen Barockmalerei. Infrarot-Reflektographien und Röntgenaufnahmen machen den Malprozess sichtbar; zahlreiche Vergleichsabbildungen unterstützen die stilkritische und ikonographische Analyse. Eine Einführung in die Untersuchungsmethode der Dendrochronologie und ein Register ergänzen den Text.