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David Bailey - Bailey's Democracy

Göttingen 2005. Mit einer Einleitung von Desmond Morris. 26,8 x 33,5 cm. 160 S. mit 146 duoton Abb. Halbleinen. Text in französischer Sprache. ISBN 978-3865211934

statt 44,– € 20,–

Vor dem Gesetz ist jeder gleich. Genauso wurde jeder, der David Baileys (Jahrgang 1938) Einladung gefolgt ist, sich in dessen Studio nackt fotografieren zu lassen, auch in dieses Buch aufgenommen.

Vorher hatte Bailey einige strikte Regeln festgelegt. Er fotografierte alle Modelle im selben Licht und vor neutralem Hintergrund, Makeup oder Nachbearbeitung der Bilder waren verboten. Bailey schoss jeweils sechs Aufnahmen jeder Person und die Selektion und Komposition der Bilder lag einzig in seiner Hand. Diese Regeln, seine auferlegte Demokratie, resultieren in einer Feier des menschlichen Körpers in seiner ganzen (mehr oder weniger) Schönheit.

Für Bailey ist es wichtig, von Nacktaufnahmen zu sprechen, nicht von Akten: „All diese Gedanken über prätentiöse Ausleuchtung sorgen dafür, dass die Menschen auf den Bildern wirken wie Landschaften oder Felsen. Falls ich das Bedürfnis habe, einen verdammten Felsen zu fotografieren, dann fotografiere ich einen verdammten Felsen. Und zu der Konzeption des Projektes vor rund 30 Jahren? Es mag sich arrogant anhören, aber ich las gerade Platos Republik und dachte mir, warum nicht Bailey's Demokratie? Ich wollte etwas organisches schaffen. Ich habe niemanden ausgewählt oder den Leuten vorgeschrieben, wie sie sitzen oder stehen sollen. Sie haben sich die Posen selbst gesucht. Ich habe mir keine Gedanken über eine Ausleuchtung à la Rembrandt oder solch einen Mist gemacht. Man hätte es genauso gut in einem Passfotoautomaten machen können.“
Everyone is equal before the law. And anyone who accepted David Bailey's (born 1938) invitation to his studio to be photographed in the nude became part of this astonishing book.

Bailey laid down some strict rules: he shot all subjects in the same light and without props. Makeup and retouching were shunned. He took six photographs of each person, and selection and composition were his own affair. These rules, his imposed democracy, result in a celebration of the naked body in all its lovely (and not-so-lovely) splendor.

Naked, Bailey specifies, not nude: “All that worrying about poncy lighting, making people look like landscapes or rocks. If I wanted to photograph a fucking rock, I'd photograph a fucking rock. And of the project's conception 30 years ago? This is going to sound pretentious, but I was reading Plato's Republic and I thought, why not Bailey's Democracy? I wanted to do something organic. I didn't cast it, I didn't tell people where to sit or how to stand. They chose their own pose. I didn't worry about Rembrandt lighting or any crap like that. You could almost do it in a photo booth.“





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Torsten Klein Internet Neuwied