Hrsg. von Edda Fuhrich, Ulrike Dembski, Angela Edder. Österreichisches Theatermuseum Wien 2004. 19 x 24 cm. 192 S. 122 Duoton-Abb. Biografie. Broschur. Text in deutscher Sprache. ISBN 3-85498-376-X
statt 32,– € 12,–
Max Reinhardt und die österreichische Theaterszene, das heißt: spannungsreiche Produktivität. Wie kein anderer veränderte der Weltbürger, passionierte Theatermacher Max Reinhardt (1873–1943) das europäische Theater am Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit visionärer Kraft formte er seine zukunftsweisenden Inszenierungen – er gilt als Wegbereiter des modernen Regietheaters.
Mit ihm sind die Gründung der Salzburger Festspiele, die Direktion des Theaters und die Leitung des Reinhardt-Seminars verbunden. Aus der Konfrontation seiner fortschrittlichen Ideen und Praktiken mit den eher konservativen Ansichten mancher österreichischer Kulturverantwortlicher entstand jenes Spannungsverhältnis, das Reinhardts künstlerischen Aktivitäten in Österreich im Rahmen seines Œuvres eine eher periphere Rolle zuwies.
Das Hauptaugenmerk der Publikation richtet sich auf diese Ambivalenz zwischen Reinhardt und Österreich: Originalmanuskripte, Kritiken und Fotografien geben ein anschauliches und lebendiges Bild von Reinhardts Theaterarbeiten in Österreich und zeigen bis jetzt noch wenig bekannte Zusammenhänge.